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Reihe Bestattungsriten – Teil 07: Die Mumifizierung

Einleitung:

Die Mumifizierung ist die wohl bekannteste Möglichkeit, Tote auf ein Leben nach dem Tod vorzubereiten. Gut dokumentiert ist schließlich die Praxis der Mumifizierung aus dem alten Ägypten, welche untrennbar mit dem Glauben an die körperliche Wiederauferstehnung verbunden war. Die korrekte Einhaltung vorgeschriebener Rituale und Handgriffe sollte dem toten Pharao ein Leben im Jenseits ermögliche, welches seinem Irdischen bis ins Detail glich. Doch nicht nur in Ägypten war die Mumifizierung verbreitet, Auch im prä-kolumbischen Südamerika, in Tibet, Zentralasien oder Japan waren Brräuche zur Konservierung der Verstorbenen bestens bekannt. Nicht zu verwechseln ist die Mumifizierung mit der Mumifikation, auf welche ich in einem späteren Artikel eingehen werde.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 06: Die Mastaba

Einleitung:

Ein jeder kennt sie, die großartigen Pyramiden Ägyptens. Doch woher kam das Wissen diese Monumente der Menschheit zu errichten? Darüber streiten Archäologen bis heute. Ein Erklärungsansatz wäre möglicherweise, dass die alten Ägypter das Prinzip der Mastaba weitergedacht haben und dies in den großartigen, im ägyptischen MR (Grabmal, Totenhaus) genannten, Konstruktionen gipfelte, welche wir noch heute bestaunen.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 05: Die Türme des Schweigens

Einleitung:

Sie sind in Europa beinahe unbekannt, und sind doch Bestandteil der ältesten, noch praktizierten, Begräbnisriten der Welt. Die Rede ist von den geheimnisvollen „Dahme“, den Türmen des Schweigens. Einst von den Anhängern Zarathustras eingeführt, sind sie vom antiken Persien, über Afghanistan und Pakistan, bis nach Nordindien verbreitet. Sie gelten als bestes Beispiel für Himmelsbestattungen und haben seit ihrer Entdeckung für viel Verwunderung gesorgt. Ein schönes Beispiel dafür, wie stark sich Jenseitsvorstellungen von der Unseren unterscheiden können. Ich selbst habe bei mehreren Reisen in den Iran das Glück gehabt, mehrere dieser Türme, welche in der Nähe des großen Feuertempels im Zagrosgebirge gelegen sind, bestaunen zu können.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 04: Der Tholos (Das Kuppelgrab)

Einleitung:

Bereits in Homers Odyssee taucht der Begriff Tholos als Bezeichnung für die Kuppelförmigen Grabanlagen mykenischer Krieger und Könige auf. Diese bienenkorbförmigen Rundbauten sind ein frühes Beispiel für die Verwendung von Kraggewölben in der präklassisch-griechischen Sakralarchitektur.

– Sebastian Jenesl

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Sir Arthur John Evans

Einleitung:

Er ist der Entdecker der minoischen Kultur, jener prä-klassischen Griechen, welche nicht nur Kreta besiedelten, sondern mit ihrer Kolonie auf Thera (heute: Santorin) wohl auch die Vorlage für den Atlantismythos Platos darstellten. Er war ein unermüdlicher, methodischer Feldforscher, und doch ein Träumer, der es vermochte komplett in diese sagenhafte Welt einzutauchen, welcher er als erster nach Jahrtausenden erblickte. Sir Arthur Evans gab der Menschheit ein lang vergessenes Volk zurück, und damit einen Teil ihrer Vergangenheit.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 03: Das Ganggrab

Einführung:

Und nun zum nächsten, wohl am weistesten verbreiteten, Begräbnistyp in Europa, dem megalithischen Ganggrab. Diese Form der Grablege ist typisch für die sog. Megalith-Kultur, welche in frühgeschichtlicher Zeit von Malta im Süden bis zu den Orkney-Inseln im Norden; von Westfrankreich bis nach Russland verbreitet war. Das Ganggrab entstand in der gleichen Kulturstufe wie, beispielsweise, die berühmtesten Bauwerker der Frühgeschichte: Stonehenge in Britannien, Carnac in Frankreich oder die Siedlung Skara Brae auf den besagten Orkney-Inseln, was sich auch in Gestaltung und Bauweise wiederspiegelt.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 01: Ein systematischer Überblick

Einführung:

Beginnen wir nun hier unsere erste, thematisch sortierte, Beitragsreihe zum Thema der Bestattungsriten. Gerade bei den ältesten Kulturen der Welt sind es oft einzig ihre Gräber und Toten, welche uns etwas über die Lebensweise der Menschen verraten. Es sind, oft einzigartige, Zeugnisse des kulturellen Werdegangs einer bestimmten Kulturepoche und geben uns einen kurzen Einblick in das Seelenleben der betreffenden Völker. Beginnen wir also mit unserem ersten Beitrag, einem kurzen Überblick über die verschiedenen Arten der Bestattungen und ihre Besonderheiten.

– Sebastian Jenesl

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Reihe Bestattungsriten – Teil 02: Das Hockergrab

Einleitung:

Beginnen wir nun mit dem ersten echten rituellen Begräbnis, dem Hockergrab. Dieser Bestattungstyp war während der Jungsteinzeit bis in die frühe Bronzezeit üblich und wurde während seiner Verwendung immer komplexer. Ich werde sowohl auf die theoretischen Hintergründe, sowie auch, anhand eines Beispieles, auf typische Grabbeigaben eingehen. Das Hockergrab ist ein Merkmal der sog. Glockenbecher-Kultur Mitteleuropas.

– Sebastian Jenesl

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Die ersten Metropolen Europas – Die Städte der Cucuteni-Tripolje-Kultur

Originalartikel unter: http://www.dainst.org/projekt/-/project-display/56643


Einleitung:

5000 vor Christus lebte im östlichen Balkanraum eine der dynamischsten und innovativsten Alt-Europäischen Kulturen. Als in Ägypten und Sumer noch Jäger und Sammler dominierten, schuf dieses Volk am Schwarzen Meer Städte mit bis zu 2000 Einzelhäuser, teils zweistöckig, welche über beinahe 1500 Jahre ständig bewohnt wurden. Sie verfügten über eine eigenes Schriftsystem, welches sie von ihren Vorfahren, der Vinca- und der Lepenski-Vir-Kultur, übernahmen und erfanden vermutlich nicht nur das Rad, sondern nutzten auch als Erste eine Art Wohnwagen um längere Strecken zurückzulegen. Kurzum, die Trypolje-Leute, wie sie auch genannt werden, dominierten den östlichen Balkan und die Waldsteppen nördlich des Schwarzen Meeres bis zur ankunft der Indo-Europäer und stehen damit am Anbeginn europäischer Siedlungsgeschichte.

(Der vorliegende Artikel basiert auf den Forschungen des DAI [Deutsches Archäologisches Institut]. Sämtliches Urheberrecht verbleibt bei diesem.)

– Sebastian Jenesl

 

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Menschenopfer in Luhansk – Das Heiligtum von Mergeleva

Originalartikel unter: https://www.theguardian.com/world/2006/sep/08/ukraine.tomparfitt


Einleitung:

Das eurasiatische Tiefland, (auch „Nord-Pontischer Steppengürtel“ genannt) ist eine, von Vieh- und Weidewirtschaft geprägte, Waldsteppe und zieht sich von der Donauebene bis zu den südlichen Ausläufern des Ural, nach Transkaspien. Dieses weitläufige Steppengebiet stellt möglicherweise die Urheimat der indoeuropäischen Kultur dar. Aufgrund der langen Abschottung dieser Weltgegend in den Zeiten der Sowjetunion ist diese sagenumwobene Landmasse, einst Siedlungsgebiet von Griechen, Skythen, Sarmaten und Hunnen, archäologisch so gut wie garnicht erschlossen. Im Jahre 2006 jedoch, rückt die hügelige Landschaft der Oblast (vgl. Landkreis) Luhansk im Osten der Ukraine mit einem Mal in den Mittelpunkt des Interesses aller, welche sich mit der Geschichte des europäischen Ostens befassen. Auf dem Hügelkamm von Mergelevka, rund 30 km von der gleichnamigen Provinzhauptstadt Luhansk entfernt, fand eine Gruppe von Studenten der örtlichen Universität etwas, dass bereits als „Pyramiden der Ukraine“ bekannt geworden ist.

– Sebastian Jenesl

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