Le Mangeurs de Feu – Zarathustras Vermächtnis

Einleitung:

Es handelt sich um eine der ältesten monotheistischen Religionen der Welt – der Zoroastrismus. Einst unter den Partherkönigen Persiens, den Achämeniden, zur Staatsreligion erhoben, hallt dieser uralte Glaube noch heute durch die Berge Irans und Afghanistans. Es ist der Urmythos der persischen Bevölkerungsgruppen Zentralasiens, identitätsstiftend und verbindlich für die verschiedensten Ethnien von den Hochzügen des Iran, über das Dach der Welt, das Pamirgebirge, bis in die entlegensten Winkel des heutigen Afghanistan. Der vorliegnde Artikel soll einen kurzen Abriss über diese, für Europäer so vertraute und gleichsam so exotische, Mythologie darstellen, welche mit Fug und Recht als Ursprung des persischen Kultur- und Selbstverständnisses erachtet werden kann.

– Sebastian Jenesl

„Le Mangeurs de Feu – Zarathustras Vermächtnis“ weiterlesen

Reihe Bestattungsriten – Teil 05: Die Türme des Schweigens

Einleitung:

Sie sind in Europa beinahe unbekannt, und sind doch Bestandteil der ältesten, noch praktizierten, Begräbnisriten der Welt. Die Rede ist von den geheimnisvollen „Dahme“, den Türmen des Schweigens. Einst von den Anhängern Zarathustras eingeführt, sind sie vom antiken Persien, über Afghanistan und Pakistan, bis nach Nordindien verbreitet. Sie gelten als bestes Beispiel für Himmelsbestattungen und haben seit ihrer Entdeckung für viel Verwunderung gesorgt. Ein schönes Beispiel dafür, wie stark sich Jenseitsvorstellungen von der Unseren unterscheiden können. Ich selbst habe bei mehreren Reisen in den Iran das Glück gehabt, mehrere dieser Türme, welche in der Nähe des großen Feuertempels im Zagrosgebirge gelegen sind, bestaunen zu können.

– Sebastian Jenesl

„Reihe Bestattungsriten – Teil 05: Die Türme des Schweigens“ weiterlesen

Aratta – Das „Erhabene Bergland“ der Sumerer

Originalartikel unter: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68703767.html


Einleitung:

Ein jeder kennt die Hochkulturen des frühen Altertums; Ägypten und Mesopotamien. Vielleicht auch der Ein oder Andere die Keimzelle Indiens, die Indus-Kultur. Doch nur den Wenigsten (auch Wissenschaftlern) ist bewusst, dass alle diese Reiche einst durch ein gewaltiges Handelsnetz verbunden waren, die Seidenstraße mit ihren tausenden Kilometern problemlos in den Schatten stellend. Und inmitten dieses Handelsnetzes, von Turkmenistan nach Bahrain; von Indien bis nach Mauretanien. Hier, inmitten eines der trostlosesten Landstriche des Nahen Osten, dem iranischen Hochland, lag ein Reich, welches schon alt war, als Sumer seinen Aufstieg begann: Aratta. In sumerischen Legenden verherrlicht, in den Veden beschrieben; Heimstatt sumerischer Helden und Götter; Quelle unerschöpflichen Reichtums und strahlender Stern einer Dämmerung von Hochkulturen, welche unsere Welt auf immer prägen sollten.

– Sebastian Jenesl

„Aratta – Das „Erhabene Bergland“ der Sumerer“ weiterlesen