Das Siebenstromland

„Das Land der Sieben Flüsse“, wie es in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts von dem heutzutage fast vergessenen und unbekannten, jedoch zu seiner Zeit sehr bedeutenden Historiker und Ethnograph A. Briskin genannt wurde, wird üblicherweise als Siebenstromland oder Semireč’e sowie Žetysu bezeichnet. Das Siebenstromland ist sowohl von seiner Geographie als auch von seiner Geschichte ein gut abgrenzbares Gebiet innerhalb Mittelasiens. Es gehört heute politisch größtenteils zur Republik Kasachstan, die südlichen und südöstlichen Randgebiete zu Kirgisistan und der chinesischen autonomen Region Xinjang. Dieses Gebiet erstreckt sich über eine Abdachungsebene, die im Süden an den Bergketten des nördlichen Tien-Shan, Transili-Alatau und Dsungarischen Alatau beginnt und nach Norden zu den Seen Balchasch, Sassykol und Alakol abfällt. Die östlichen Ausläufer des Dsungarischen Alatau und das Alakol-Becken dienen als Ostgrenze des Siebenstromlandes. Im Westen wird es durch die Taukum-Wüste und die Ču-Ili-Berge abgegrenzt. Dieses Gebiet stellt vermutlich die Urheimat der nomadischen Saken dar.

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Sir Arthur John Evans

Einleitung:

Er ist der Entdecker der minoischen Kultur, jener prä-klassischen Griechen, welche nicht nur Kreta besiedelten, sondern mit ihrer Kolonie auf Thera (heute: Santorin) wohl auch die Vorlage für den Atlantismythos Platos darstellten. Er war ein unermüdlicher, methodischer Feldforscher, und doch ein Träumer, der es vermochte komplett in diese sagenhafte Welt einzutauchen, welcher er als erster nach Jahrtausenden erblickte. Sir Arthur Evans gab der Menschheit ein lang vergessenes Volk zurück, und damit einen Teil ihrer Vergangenheit.

– Sebastian Jenesl

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Die ersten Metropolen Europas – Die Städte der Cucuteni-Tripolje-Kultur

Originalartikel unter: http://www.dainst.org/projekt/-/project-display/56643


Einleitung:

5000 vor Christus lebte im östlichen Balkanraum eine der dynamischsten und innovativsten Alt-Europäischen Kulturen. Als in Ägypten und Sumer noch Jäger und Sammler dominierten, schuf dieses Volk am Schwarzen Meer Städte mit bis zu 2000 Einzelhäuser, teils zweistöckig, welche über beinahe 1500 Jahre ständig bewohnt wurden. Sie verfügten über eine eigenes Schriftsystem, welches sie von ihren Vorfahren, der Vinca- und der Lepenski-Vir-Kultur, übernahmen und erfanden vermutlich nicht nur das Rad, sondern nutzten auch als Erste eine Art Wohnwagen um längere Strecken zurückzulegen. Kurzum, die Trypolje-Leute, wie sie auch genannt werden, dominierten den östlichen Balkan und die Waldsteppen nördlich des Schwarzen Meeres bis zur ankunft der Indo-Europäer und stehen damit am Anbeginn europäischer Siedlungsgeschichte.

(Der vorliegende Artikel basiert auf den Forschungen des DAI [Deutsches Archäologisches Institut]. Sämtliches Urheberrecht verbleibt bei diesem.)

– Sebastian Jenesl

 

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Heinrich Schliemann

Einleitung:

Heinrich Schliemann, der „Vater der Spaten-Archäologie“ wie er auch genannt wird, war ein Träumer, Visionär und Autodidakt. Für seinen größten Fund, die antike Stadt Troja; Haupt-Handlungsort von Homer’s Ilias, dem bekanntesten Werk der Antike, ging er in die Geschichte ein. Diese Entdeckung, so bedeutend sie auch sein mag, stellt jedoch nur einen verschwindend geringen Teil seines Lebenswerkes, die Rekonstruktion des frühen prä-hellenistischen Mittelmeerraumes, dar. Doch die Figur Heinrich Schliemann hat noch eine andere Bedeutung: Es war dieser Träumer, der, besessen von den Geschichten des Altertums, sich aufmachte der antiken Welt zu neuem Glanz zu verhelfen. Sein Leben dient vielen angehenden Archäologen als Vorbild, vielen Interessierten als Leitfaden. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten: Heinrich Schliemann zählt zu meine größten Vorbildern.

– Sebastian Jenesl

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Aratta – Das „Erhabene Bergland“ der Sumerer

Originalartikel unter: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68703767.html


Einleitung:

Ein jeder kennt die Hochkulturen des frühen Altertums; Ägypten und Mesopotamien. Vielleicht auch der Ein oder Andere die Keimzelle Indiens, die Indus-Kultur. Doch nur den Wenigsten (auch Wissenschaftlern) ist bewusst, dass alle diese Reiche einst durch ein gewaltiges Handelsnetz verbunden waren, die Seidenstraße mit ihren tausenden Kilometern problemlos in den Schatten stellend. Und inmitten dieses Handelsnetzes, von Turkmenistan nach Bahrain; von Indien bis nach Mauretanien. Hier, inmitten eines der trostlosesten Landstriche des Nahen Osten, dem iranischen Hochland, lag ein Reich, welches schon alt war, als Sumer seinen Aufstieg begann: Aratta. In sumerischen Legenden verherrlicht, in den Veden beschrieben; Heimstatt sumerischer Helden und Götter; Quelle unerschöpflichen Reichtums und strahlender Stern einer Dämmerung von Hochkulturen, welche unsere Welt auf immer prägen sollten.

– Sebastian Jenesl

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Catal Hüyük – Die Urmutter Jerichos

Originalartikel unter: http://www.h-age.net/hinter-den-kulissen/lexikon-der-fachbegriffe/987-catal-hueyuek.html


Einleitung:

Ein jeder geschichtlich Interessierter kennt die großen Metropolen des Altertums: Babylon, Theben, Athen und Rom; möglicherweise auch die Städte Ninive, Ur und das bereits in der Biebel erwähnte Jericho. Doch wer kennt Catal Hüyük, die „Stätte der Hügel“? Dies ist der Ort, an welchem die Neolithische Revolution, dieser erste Impuls der Urbanisierung der bis dahin halbnomadisch lebenden Jäger-und-Sammler-Kultur stattfand. Diese Siedlung wird, nicht zu Unrecht, als „Urmutter von Jericho“ bezeichnet. Hier, in Zentralanatolien, befindet sich die Keimzelle der Städte, in welchen wir heute leben.

– Sebastian Jenesl

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Die Pferdezüchter von Olgino

Der Originalartikel stammt von: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79723338.html


Einleitung:

Dieser Artikel behandelt nicht nur den Ursprung der Pferdezucht auf dem Gebiet des heutigen Kasachstan, sondern liefert auch interessante Informationen über Lebensgewohnheiten der sog. Sintaschta-Petrovka-Kultur Zentralrusslands.

– Sebastian Jenesl

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Arkaim -Russlands Stonehenge

Dieser Artikel wurde von Sebastian Jenesl übersetzt. (Originalartikel unter: http://www.ancient-origins.net/ancient-places-asia/older-stonehenge-arkaim-russia-00251)


Einleitung:

Der nachfolgende Artikel behandelt die antike russische Stadt Arkaim, den mutmaßlich ältesten festen Siedlungsplatz in Zentral-Eurasien. Lässt man gewisse, der New-Age-Kultur entlehnte, Einfärbungen der medialen Rezeption beiseite, so zeichnet der Forschungsstand ein lebhaftes Bild der frühgeschichtlichen, halbnomadischen, Jäger-und-Sammler-Kulturen Russlands, und fordert möglicherweise ein Umdenken über den Ursprung der Europäischen Kultur.

– Sebastian Jenesl

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